KlimaschutzINVEST Pressemitteilung
Aquila-Fonds setzt auf Emissionsrechte - DER FONDS.com | FRANKFURT
Aquila-Fonds setzt auf Emissionsrechte
Die Fondsgesellschaft Aquila Capital startet den Fonds Klimaschutzinvest, dessen Gewinn aus der Erzeugung und dem Verkauf von Emissionsrechten für Treibhausgase entstehen soll. Sobald die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) den Fonds genehmigt hat, können Anleger ihn bis zum 31. März 2007 zeichnen.
Die mit der Fondsberatung beauftragte Projektgesellschaft 3C Consulting investiert 80 Prozent des Geldes in Umweltschutzprojekte, die den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Dabei konzentriert sie sich auf Schwellenländer, weil dort bisher besonders wenig Geld in Umweltprojekte fließt. Deshalb sei in diesen Ländern der Effekt noch mit am stärksten. In den Industrieländern könne man dagegen mit dem Geld nicht ganz so viel ausrichten, heißt es von Aquila.
Das durch die Projekte gesparte Treibhausgas wird in so genannten Klimaschutz-Credits verbrieft. Ebenso wie ein Emissionsrecht verbrieft solch ein Credit das Recht, eine Tonne Kohlendioxid in die Luft zu blasen. Das Recht kann an Unternehmen verkauft werden, die es zum weiteren Schadstoffausstoß benötigen. Der Gewinn aus dem Verkauf der Credits fließt in den Fonds.
Hauptsächlich will 3C die erzeugten Credits in Europa verkaufen, weil die EU die Emissionsrechte dort besonders stark verknappen will. Dies werde für steigende Preise sorgen, hofft man bei Aquila.
Mit den restlichen 20 Prozent des Fondsvermögens will 3C die Umweltprojekte sowie den Verkauf der Credits absichern. Die Firma will dafür unter anderem Versicherungen und Termingeschäfte an der Klimaschutzbörse abschließen.
Ab einer Anlagesumme von 15.000 Euro können sich Interessenten als Kommanditist an der von Aquila gegründeten Verwaltungsgesellschaft Klimaschutz GmbH & Co. KG beteiligen. Diese Gesellschaft kauft anschließend mit dem eingesammelten Geld den Luxemburger Investmentfonds Climate Change Invest, der das Geld letztendlich investiert. Nach Angaben von Aquila sind sämtliche erzielten Gewinne nach geltendem Recht steuerfrei, weil sie im Ausland erzielt und direkt an den Anleger weitergeleitet werden.
Der Fonds hat eine Laufzeit von sechs Jahren und soll den Anlegern eine Rendite von 15,2 Prozent bringen (berechnet nach der internen Zinsfußmethode). Die erste Ausschüttung in Höhe von 5,5 Prozent soll im Jahr 2010 fließen. Aquila berechnet beim Einstieg ein Agio von 5 Prozent.
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